Schwedische Küche ist der Unsrigen nicht unähnlich

Schwedische KücheWas lässt sich über dies schwedische Küche sagen? Sie ist einfach und vor allem unkompliziert. Grundlegend bekommst du es mit ländlicher Hausmannskost zu tun, bestehend aus Wurst, Käse, Brot, Fischgerichten, Hackfleisch, Wild und etlichen Süßspeisen sowie Backwaren.  Beeren, Pilze, Gewürze, Kräuter sowie Milch gehören natürlich auch auf den Speiseplan.

Das Besondere ist, dass die Schweden viele Lebensmittel selbst herstellen, wie etwa Brot und Marmelade. Durch die langen und harten Winter stand früher die Überlebensfrage im Vordergrund und eine gute Vorratshaltung war angebracht. Das brachte auch die typischen schwedischen Gerichte zum Vorschein, wie das Knäckebrot, das Tunnbröd, den Graved Lachs und den Surströmming.

Wie essen die Schweden heute?

Das Frühstück der Schweden besteht aus Kaffee, Fruchtsaft, Milch oder Tee. Das Knäckebrot oder Brötchen wird mit Wurst oder Käse belegt. Dazu gibt es auch ein filmjölk, das eine Art Dickmilch oder Muttermilch darstellt. Sie schmeckt leicht säuerlich und kann zu Müsli oder Haferflocken mit Zimt, Zucker, Beerenkompott oder Marmelade verzehrt werden. Ebenso Eier und Joghurt gehören zum Frühstück, auch Haferflockenbrei mit Milch und Apfelmus wird gerne gegessen.

Das Mittagessen besteht  meist aus einem kleinen warmen Imbiss. An Wochenende oder zu festlichen Anlässen fällt das Mahl ausgefallener aus. Beliebt ist zum Beispiel sill (Hering), köttbullar (Fleischbällchen), grvad lax (roher marinierter Lachs) und Janssons frestelse (Kartoffelauflauf). Donnerstags werden gerne Erbsensuppe und Pfannkuchen mit Sahne und Konfitüre gegessen. Warum gerade am Donnerstag auf diese Weise gegessen wird, erklären viele damit, dass am Freitag im katholischen Schweden gefastet wurde. Andere erzählen wiederum, dass sie damit dem germanischen Gott Thor ehren möchten, der der Namensgeber des Donnerstags sein soll.

Zu Abend bereiten sich viele Schweden noch eine warme Speise zu. Es wird aber mehr darauf geachtet, dass Zeit in der Zubereitung gespart wird. Deshalb essen die Schweden Schnellgerichte wie Fischstäbchen oder Blutwurstgrütze mit Preiselbeeren. Ein leichtes Abendbrot mit Tee und belegten Broten, Suppe oder Brei kommt den Schweden ebenso gerne auf den Tisch.

Etwas Süßes zwischendurch haben auch die Schweden gerne

Neben dem Knäckebrot oder dem Dünnbrot, dass es nicht nur in herzhaften Sorten zu kaufen gibt, ziehen die Schweden gerne die süße Variante in Betracht. Andere bekannte Süßspeisen sind zum Beispiel Zimtschnecken aus Hefeteig mit Kardamom, Milch, Mehl, Butter und Zimt. Besonders zelebriert wird dieses Gebäck an Schwedens eigenem Feiertag am 4. Oktober, dem Kanelbullens Dag.

Foto: Radlfan  / pixelio.de

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