Lebertran – Das gab´s doch nur zu Omas Zeiten?!

Lebertran ist etwas, das viele nur noch aus den Erzählungen von früher kennen. In den Kriegs- und Nachkriegsjahren gehörte die Flasche mit der eklig schmeckenden Substanz in jeden Haushalt und Generationen von Kindern wurden zu der Einnahme von einem Löffel Lebertran am Tag genötigt. Tat das wirklich not und vor allem, was haben die Geschichten von damals mit der Ernährung von heute zu tun?

Was ist Lebertran eigentlich?

Lebertran ist ein Produkt, das direkt aus der Leber vom Kabeljau, Dorsch oder Schellfisch gewonnen wird und reich an den Vitaminen A, D sowie den Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA ist. Er ist damit ein effizienter Lieferant wichtiger Stoffe, um das Immunsystem zu stärken und eine gute Grundversorgung des Körpers mit lebenswichtigen Stoffen zu garantieren. Gerade in den Jahren der Mangelernährung konnte somit durch den täglichen Löffel Lebertran ein Mindestmaß an Gesundheit erhalten werden.

Mit dem Wohlstand und der besseren Versorgung mit Lebensmitteln geriet das damals recht scheußlich schmeckende Produkt zunehmend in Vergessenheit. Der Vitaminhaushalt konnte weitestgehend über den Verzehr von Obst, Gemüse und Fleisch gedeckt werden und flächendeckende Mangelerscheinungen nahmen deutlich ab. Da keine Mutter ihr Kind unnötig mit der Einnahme von Lebertran quälen wollte, war die typische Flasche bald aus den Küchenschränken verschwunden.

Wie wirkt Lebertran?

Die Hauptnährstoffe im Lebertran – Vitamin A, D und die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA – wirken direkt auf die Gesunderhaltung des Körpers ein.

  • Vitamin A
    trägt dazu bei, Haut und Schleimhäute gesund zu erhalten. Außerdem ist es wichtig für den Wachstumsprozess der Zellen und für die Augen. Insbesondere das Hell-Dunkel-Sehbild kann bei einer geringen Versorgung mit Vitamin A gestört sein und zu Nachtblindheit führen.
    Durch den positiven Einfluss auf das Hautbild, insbesondere bei den Schleimhäuten im Nasen- und Rachenbereich, beugt eine solide Vitamin-A-Versorgung außerdem typischen Infektionskrankheiten vor.
  • Vitamin D
    kommt im Lebertran in der Form D3 vor, das vom Körper auch selbst produziert werden kann. Voraussetzung dafür ist genügend Sonnenlicht – welches in Deutschland in den Wintermonaten allerdings eher Mangelware ist. Aber auch in den Sommermonaten wird die ausreichende Zufuhr von genügend Sonnenstrahlung immer schwieriger, da der Lichtschutzfaktor in Sonnencremes die Aufnahme der für die Vitamin D-Produktion notwendigen UVB-Strahlung verhindert.
    Vitamin D wird im Körper zu einem Hormon umgewandelt, das eine Vielzahl von Prozessen anstößt. So wird beispielsweise das Knochengerüst gestärkt und Osteoporose vorgebeugt, wir werden leistungsfähiger, fühlen uns fitter und neigen nicht so stark zu Depressionen. Außerdem wird das Immunsystem im Falle von Erkrankungen deutlich bei der Abwehr der Bakterien oder Keimzellen unterstützt.
  • Omega-3-Fettsäuren
    sind essentielle Fettsäuren, da sie vom Körper nicht selbst produziert werden können. Die Fettsäuren spielen bei nahezu allen Vorgängen im Körper eine wichtige Rolle, u.a. beim Stoffwechsel, bei der Hormonproduktion und beim Immunsystem.
    Für die meisten Prozesse benötigt der Körper die langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) und DPA (Docosahexaensäure), die so in nur wenigen Lebensmitteln enthalten sind. Die häufiger vorkommenden  kurzkettigen Omega-3-Fettsäuren, wie z.B. die Alpha-Linolensäure des Lein- oder Walnussöls, müssen mittels Synthese im Körper erst umgewandelt werden.

Brauchen wir heute noch Lebertran?

Unsere Versorgung mit Nährstoffen ist von Mensch zu Mensch so unterschiedlich, wie unsere Essgewohnheiten und –vorlieben. Eine pauschale Aussage, ob wir mit der regulären Ernährung ausreichend Vitamine, Spurenelemente, Mineralien und sonstige lebensnotwendige Stoffe zu uns nehmen, ist daher nicht möglich. Außerdem sind der Bedarf und die Verwertung dieser Stoffe von Mensch zu Mensch ebenfalls unterschiedlich.

Ein Blutcheck beim Arzt gibt detailliert darüber Aufschluss, wie gut die Versorgung mit den lebensnotwendigen Stoffen ist. Sind Defizite vorhanden, kann eine gezielte Nahrungsergänzung Abhilfe schaffen, ohne die Ernährung komplett umzustellen. Natürlich spielt eine ausgewogene, gesunde Ernährung für das gesamte Wohlbefinden eine große Rolle, aber nicht immer kann oder mag man die Lebensmittel mit den fehlenden Vitaminen & Co. auch (in der geforderten Menge) essen.

Was wir heute definitiv nicht mehr brauchen, ist Lebertran wie zu Omas Zeiten – eine eklige Substanz, die Kinder das Fürchten lehrte! Heute gibt es dieses Wundermittel der Natur in geschmacksneutralen Varianten, so dass die Einnahme kein Problem mehr darstellt. Wer sich also ein zusätzliches Plus an Gesundheit gönnen möchte, findet eine schnelle und einfache Möglichkeit – zum Beispiel in Form kleiner Kapseln.

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