Gesund durch Rohkost, aber woher kommt das Eiweiß?

Eiweiß Rohkost ist eine natürliche Ernährungsform und wird zudem gerne zur Entgiftung und Regenerierung des Körpers eingesetzt. Kombinierst du Rohkost mit einer veganen Ernährung kommen nur Lebensmittel auf den Tisch – am besten in Bio- oder Wildqualität – die unverarbeitet sind.

Mit der Ernährungsumstellung auf Rohkost kannst du in langsamen Schritten gehen, aber auch die radikale Umstellung wählen. Ist dein Magen etwas empfindlicher, empfiehlt sich die erste Variante. Hierbei kannst du auch gedünstetes Gemüse als Mahlzeit mit einbeziehen. Es stellt sich aber oftmals doch die Frage, wie man dem Mangel von beispielsweise Eiweiß und Kalzium vorbeugen kann.

Sieh dir die Schimpansen an … 

Immer wieder werden Studien veröffentlicht, die die Lebensweise von Schimpansen mit der unseren vergleichen. Genetisch gesehen sind Schimpansen uns weitestgehend am Nächsten. Werden diese nicht artgerecht gehalten und verabreicht man ihnen verarbeitete oder gekochte Kost, bekommen diese die gleichen Krankheiten, mit denen wir uns oftmals herumschlagen müssen. Mit roher Nahrung hingegen kann sich der Organismus wieder regenerieren.

Das ist auch auf den Menschen anwendbar. Sieht man sich dahingehend die Ernährung der Schimpansen an, so essen diese am Vormittag nur Kräuter. Erst Stunden später folgt die erste richtige Mahlzeit. Daher wird von vielen Ernährungsexperten empfohlen, sich am Morgen nur ein leichtes Frühstück zu gönnen, bevorzugt erst Wasser zu trinken und beispielsweise einen Smoothie mit Blattsalat, Kräutern, Früchten und Wasser zu trinken. Später folgen eine Frucht-Mahlzeit zum Mittag und abends Nüsse, Samen, Gemüse und Früchte zum Nachtisch.

Wie beugst du einem Nährstoffmangel vor

Eine der Ängste, die immer noch die Rohkost-Ernährung begleitet, sind auftretender Nährstoffmangel. Die meisten Pflanzen haben jedoch einen Eiweißanteil von etwa 2 Prozent, wie es auch bei der menschlichen Muttermilch ist.  Dieser geringe Anteil reicht auch in der größten Wachstumsphase aus. Denn man bedenke, dass ein Säugling sein Gewicht innerhalb weniger Monate verdoppelt – und nur durch die Ernährung der Muttermilch.

Nach der deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) brauchen wir durchschnittlich eine Eiweißmenge von 0,8 g / kg Körpergewicht. Bei einem 75 kg schweren Menschen werden demnach lediglich 60 Gramm am Tag benötigt. Aber in Wirklichkeit konsumieren viele von uns bis zu 110 Gramm am Tag. Es besteht also sogar ein Überschuss an Eiweiß.

In Gurken, Bananen, Avocados, Nüssen, Sonnenblumenkernen, Mungbohnen- und Kichererbsenkeimlingen sind beispielsweise wertvolle essenzielle Aminosäuren enthalten.  Damit lässt sich ebenso gut die Eiweißversorgung abdecken und dein Körper kann das pflanzliche unerhitzte Eiweiß auch wesentlich leichter verarbeiten.

Ebenso Kalzium kannst du über rohe Kost zu dir nehmen. Wildkräuter, Grünplattpflanzen und Sprossen sind reich an organischem Kalzium, genauso wie gemahlener Sesam, Datteln, Feigen und Mandeln. Dennoch solltest du Zucker, Weißmehl und Kaffee eher meiden, da diese als Mineralstoffräuber bekannt sind.

Manche Mythen zu Rohkost sind tatsächlich nur das. Daher ist es umso wichtiger, sich umfassend zur Rohkost zu informieren, um sich eine eigene Meinung zu bilden und mitunter eine etwas andere Sicht auf das Thema Rohkost zu erhalten. Entscheide auch erst dann, ob du die Rohkosternährung für dich wählen möchtest.

Foto: berwis  / pixelio.de

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