Brei und Babynahrung: In Fertignahrung ist oftmals zu viel Zucker enthalten

Die richtige BabynahrungWas ist gute Babynahrung und Kost für Kleinkinder? Das fragen sich nicht nur frisch gebackene Eltern. Auch Forscher stellen sich diese Frage laufend. In einem Artikel auf Süddeutsche.de hat Kathrin Berger einige Forschungsergebnisse erläutert.

Was daraus immer besonders hervortritt, ist der Zucker, der oft in der fertigen Babynahrung zu finden ist. Es wird daher angeraten, selbst die Babynahrung zuzubereiten. Trotzdem hat dafür nicht jeder die Zeit. Es ist Fakt, dass etwa 60 Prozent der Eltern Fertignahrung von Hipp, Nestlé und Co. einkaufen.

Mit der frühen Vielfalt förderst du das spätere Ernährungsverhalten deines Kindes 

Gemüse- und Obstmus, Brei und Grieß wie auch Pudding finden sich auf dem Ernährungsplan eines Babys oder Kleinkindes, wobei verschiedene Zutaten die Geschmacksvielfalt erweitern sollen. Das Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) hat die Empfehlung zur Säuglingsernährung erarbeitet. Dazu zählen die Breivarianten wie Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei, Milch-Getreide-Brei und Getreide-Obst-Brei, die sich zur Beikost nach dem sechsten Monat eigenen.

Ab dem sechsten Monat reicht die Muttermilch nicht mehr aus, um die Kleinen mit ausreichenden Nährstoffen zu versorgen. Reines Gemüse ist eines der Lebensmittel, die dem Kind verabreicht werden sollten. Zusätzlich ist darauf zu achten, welche Fertigprodukte eingekauft werden. Wie bekannt wurde, findet sich oft in Folgemilch zugesetzter Zucker. Dieser ist an sich nicht schädlich, doch werden andere nährstoffreiche Nahrungsmittel dadurch verschmäht. Auch fördert Zucker Karies.

Der Zucker kann die Geschmacksvielfalt einschränken und die Kleinen können nicht ihren eigenen Geschmack entwickeln. Kinder sollen so viele Lebensmittel und Speisen kennenlernen, wie es geht. Strikte Speisepläne wirken dem entgegen, also sollte man jetzt auch nicht auf die Idee kommen.

Kritisch kann es bei Pudding und Quark werden

Kinderärzte und auch die deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) schätzen das Extra an Eiweiß im ersten Lebensjahr als kritisch oder sogar schädlich ein. Babypuddings und Quarktöpfchen können die Nieren belasten. Ein erhöhter Eiweißanteil in der frühen Kindheit kann sogar vermehrt zu Übergewicht führen. Das bewies eine Studie der LMU München in 2004.

Das FKE empfiehlt, das Kind ab dem 10. Monat am Tisch der Erwachsenen mitessen zu lassen. Dem DGKJ nach, gehört täglich ein drittel Liter handelsübliche fettarme Milch und Milchprodukte auf dem Speiseplan der Kleinen.

Um sich weitere Empfehlungen für Beikostprodukte zu holen, lohnt sich ein Blick auf www.verbraucherfenster.hessen.de. Darauf findet sich eine Babynahrung Produktsuche, die verschiedene Produkte nach Marke, Hersteller mit Zutaten und Nährwerten auflistet.

Foto: Helene Souza  / pixelio.de

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 5.0/10 (2 votes cast)
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0 (from 0 votes)
Brei und Babynahrung: In Fertignahrung ist oftmals zu viel Zucker enthalten , 5.0 out of 10 based on 2 ratings
Be Sociable, Share!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>